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Aktuelles

  • Stellenausschreibung Psych. Psychotherapeut*in als Wiss. Mitarbeiter*in mit stellv. Leitungsfunktion d. Universitätsambulanz für Psychotherapie
    Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Wissenschaftliche/n... [mehr]
  • Stellenausschreibung Studentische/ Wissenschaftliche Hilfskraft mit Schwerpunkt EDV/IT
    Zum nächstmöglichen Zeitpunkt (voraussichtlich ab 01.06.2021) ist am Lehrstuhl für Klinische... [mehr]
  • Präsenzlehre oder Uni@Home-Modus?
    Das Sommersemester 2021 startet, mit wenigen Ausnahmen, die uns jedoch nicht betreffen, erst einmal... [mehr]
  • Bachelor Psychologie, Module 4.3 und 4.3c Klinische Psychologie
    PO 2015 und PO 2020 [mehr]
  • Master Psychologie, Modul F.1 Klinische Psychologie und Psychotherapie II (Vertiefung)
    Informationen zur Modulbelegung im Sommersemester 2021 [mehr]
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Forschung

Die Forschungsaktivitäten der Abteilung konzentrieren sich aktuell auf die Bereiche somatoforme Störungen und funktionelle körperliche Beschwerden (somatische Belastungsstörung), sowie Körperdysmorphe Störung. Dabei werden sowohl grundlegende Störungsprozesse als auch klinisch-psychologische Interventionen bei diesen Krankheitsbildern untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf der Untersuchung psychophysiologischer Mechanismen.


In laufenden Studien beschäftigen wir uns mit folgenden Themen:

1. Die somatische Belastungsstörung ist gekennzeichnet durch ein oder mehrere chronische körperliche Beschwerden (wie z.B., Rücken-, Kopf- oder Gelenkschmerzen, Bauch- und Magen-Darm-Beschwerden, aber auch Schmerzen am ganzen Körper, Schwindel, Schweißausbrüche, Schwächegefühl oder Herz- und Atembeschwerden). Betroffene fühlen sich dadurch belastet. Dies zeigt sich beispielswiese in intensiven Gedanken hinsichtlich der Ernsthaftigkeit der Beschwerden, sich diesbezüglich sehr sorgen oder ob sie viel Zeit und Energie für die Symptome oder Gesundheitssorgen aufwenden.

In einer derzeit laufenden Interventionsstudie untersuchen wir die Wirksamkeit von zwei Selbstregulationsverfahren, dem Herzratenvariabilitätsbiofeedback (HRV) und dem autogenen Training, auf das Wohlbefinden und die HRV bei Personen mit somatischer Belastungsstörung.

2. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wird der Zusammenhang von Herzratenvariabilität und emotionalem Erleben untersucht. Hierbei wird die Herzratenvariabilität in Ruhe und während einer Emotionsinduktion bei Personen mit somatischer Belastungsstörung mit einer gesunden Kontrollgruppe verglichen.

3. Die Körperdysmorphe Störung äußert sich bei den Betroffenen in einer intensiven Beschäftigung mit einem nicht oder nur leicht vorhandenen Defekt im äußeren Erscheinungsbild. Das Störungsbild geht mit erheblichen Belastungen und Beeinträchtigungen in der Ausübung alltäglicher Rollenfunktionen einher. In verschiedenen gegenwärtigen Projekten  befassen wir uns spezifisch mit kognitiv-affektiven Faktoren, die nach aktuellen Erklärungskonzepten für die Ausbildung und Aufrechterhaltung der Störung verantwortlich sein sollen.

 

Bereits abgeschlossene Projekte:

1. Zur Behandlung von Personen mit Körperdysmorpher Störung und von Personen mit aussehensbezogenen Sorgen (subklinsche Ausprägung) haben wir ein therapeutisch begleitetes internetbasiertes Programm entwickelt. Im Rahmen des imagin Projekts wurde das Programm für beide Zielgruppen hinsichtlich seiner Wirkung und Wirksamkeit evaluiert werden. Das Programm wurde in einer Kooperation mit dem StudiCare Projekt der FAU Erlangen Nürnberg und der Universität Ulm angeboten.

2. Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Behandlung somatoformer Beschwerden wurde die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit einer neuen Therapieform (ENCERT) verglichen, welche die bewährten Methoden der Verhaltenstherapie und Techniken zur Regulation aversiver Emotionen integriert.

3. Im Rahmen eines Forschungsprojektes zum Thema „Informationsverarbeitung bei körperlichen Beschwerden“ wurden mittels psychophysiologischer Messmethoden sowie Selbstbeurteilung Zusammenhänge zwischen Körpersymptomen und verschiedenen psychologischen Variablen (z. B. Emotionsregulation, Krankheitsangst, Herzratenvariabilität) untersucht.

4. Im Bereich chronischer körperlicher Beschwerden, die nicht durch eine spezifische organische Krankheit erklärt werden können, wurden Faktoren untersucht, welche zur Symptomwahrnehmung beitragen. Untersucht wurde beispielsweise die Rolle von Interozeption und von subjektiven Krankheitskonzepten.

5. Im Bereich der Traumafolgestörung wurde insbesondere untersucht, welche Folgen akuter Traumatisierung einen Beitrag zur Entwicklung einer PTBS leisten und welche Interventionen geeignet sind, die Chronifizierung der Symptomatik zu verhindern.

In den beschriebenen Bereichen werden regelmäßig Master- und Bachelorarbeiten angeboten. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.